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17
Nov
2009

Rushour im Hotel

Ich bin vorbereitet für einen einsamen Hotelaufenthalt. Mein eigenes Kopfkissen, das Laptop mit W-Lan und eine heitere Auswahl DVDs. Problem nur: Keine DVD Software auf dem Rechner. Größeres Problem dabei: Zur Feierabendzeit geht hier jeder ins frei zugängliche W-Lan. Uargh!

29
Okt
2009

Marketingblingblingbegriffe

Lerne derzeit jeden Tag neue Begriffe kennen. Fangen wir an mit

Idealab -> Neudeutscher Marketingblingblingbegriff für Zusammensitzen und Ideen sammeln. Früher hieß das Brainstorming. Ich glaube, Idealab gibt's noch nicht kostenlos. Vielleicht sollte ich ein Versandhaus aufmachen. Da könnte ich dann auch Folgendes anbieten:

Innovationsmanagement -> Wieder so ein Marketingblingblingbegriff (wobei Wiki mich natürlich korrigiert), der heißt, dass Menschen dafür Geld bekommen, ein Unternehmen stichprobenartig durchzustöbern, (meist vorhandene) Ideen in verdenglischte und extrem bunte Grobkonzepte mit ganz vielen Andeutungen zu formulieren und dafür jede Menge Geld zu kassieren. Der externe Innovationsmanager an sich behauptet übrigens, eine zukunftsweisende Glaskugel zu besitzen, weil er ja jeden Trend von morgen einschätzen und/oder beeinflussen kann.

Sollte ich eines Tages nur noch für meine Luxus arbeiten, such ich mir Auftraggeber, die mich für diesen Träumchen-Job engagieren.

23
Okt
2009

Renovierungsaktionismus

Meine Arme sind schwer, die Oberschenkel kündigen einen ordentlichen Muskelkater an und der Rücken krächzt "Lass mich auf's Sofa!".

Die Wohnung einer Frau ist deshalb alle drei Jahre absolutes Neuland, weil wir kleinste Veränderungen zum Anlass der kompletten Umgestaltung nehmen. Heute habe ich den Flur von grellem Gelb befreit und in einem strahlenden Weiß gestrichen. Morgen wandern meine Kleiderschränke in den Keller, was wiederum ein großes Ausmisten und neu Sortieren eben dessen mit sich bringt. Die ehemals abgestimmten Kommoden haben im Freundeskreis schon neue Besitzer gefunden und müssen nur noch geleert und abgeholt werden. Und sobald dann bis kommende Woche das Schlafzimmer das himmelblaue Kleid ablegt, mit Weiß- und Brauntönen ein neues Gesicht erhält und der Sperrmüll abgeholt wurde, ist die Wohnung auch bereit für den eigentlichen Anlass:

Das Eintreffen von zwei wunderschönen Bauernschränken, eine Kommode und eine Art Sideboardtisch aus dem fernen Augsburg. Dann werden auch die grandiosen NewYork-Bilder meiner ausgewanderten Unternehmensberaterin einen Ehrenplatz an frisch getünchten Wänden finden. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Wenn sie in meinem Fall mal nicht so anstrengend wäre...

16
Okt
2009

Welcome blue baby

Darf ich vorstellen? Das ist Else:

blog

Die Namensgeberin ist das kleine Töchterchen der Vorbesitzer-Mutti und weil sogar der türkische Werkstattbesitzer aus der Nachbarschaft nach ausführlicher Unterbodenbeleuchtung und kurzer Probefahrt ganz angetan von dem Feenschlitten war, ist das blue baby jetzt mein.

Else hat mich aber schon kurz zum Schwitzen gebracht als ein mir völlig unbekanntes Lämpchen am frühen Morgen auf dem Weg zum wichtigen Termin penetrant leuchtete. Doch wofür zahlt man jedes Jahr den ADAC-Beitrag und so kam der Retter, pustete ein paar Ventile durch und brachte meine Else wieder zum glücklichen Schnurren.

13
Okt
2009

Plan A, Plan B und Plan C

Ich habe eine neue Freundin. Sie heißt Cathrin und ist meine Unternehmensberaterin. Cathrin sagt, sie weiß gar nicht, warum ich so ein Sicherheitsfanatiker bin. Und Cathrin sagt auch, dass ich doch gar kein Typ für eine Festanstellung wäre.

Und wenn ich ihr meinen Plan A, B und C präsentiere, lächelt sie, summiert meine drei in ihren ersten Plan A auf und spinnt B und C in für mich ganz fremden Sphären. Ich nicke dann und beginne meine Sätze meist mit "aber". Dann lächelt sie noch breiter und sagt "Ich habe immer recht. Vertrau mir."

Cathrin macht mich von einer Traumschlossbauerin zu einer Jobarchitektin, in der ich mir das, was ich kann und auch machen möchte, zusammenspinne und Plan nenne. Und mit Fleiß und dem Prinzip Glück werde ich Erfolg haben. Sagt Cathrin.

8
Okt
2009

Heißer Kultururlaub

In zusammenfassenden Worten war mein Sommerurlaub in der Toskana kulturell durch viele Ausflüge, heiß wegen des sonnigen Wetters und dem zweitägigen Waldbrand um unser kleines Dorf herum und natürlich romantisch dank der wunderschönen Sonnenuntergänge am Meer. Dass wir mit sieben Freunden Deutschland verlassen haben und nur noch zu fünft in unserer Heimat landeten, soll eine andere Geschichte sein. Denn der italienische Wein schmeckt ja auch am Besten unter dem Dach eines Olivenhains...

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31
Aug
2009

Im Spätsommer

Kräftige Äste ragen gen Himmel und wiegen sich sanft im aufkommenden Wind. Deine starken Wurzeln ragen tief in die Erde hinein und der Duft deiner Rinde lässt Weisheit erahnen.

Die Jahreszeiten sind dein Rhythmus und das Wetter deine Melodie. Mal dramatisch im eisig kalten Schneesturm, dann romantisch im sommerlich warmen Regen.

Du warst so traurig in den letzten Jahren und im Frühling wolltest du nicht erblühen. Im Sommer hast du auf die Dürre gehofft und im Herbst auf den Sturm, der die wenigen Blätter noch von dir reißt. Du hast gefroren im Winter und dich versteckt. Und vor allem hast du gedacht, das müsste so sein.

Mein Liebster, jetzt bin ich da und entdecke ganz neue Triebe. Du reckst dich in den nährenden Boden und streckst dich nach belebendem Wasser. Und deine Blätter leuchteten nie grüner und tanzten nie berauschter durch die Luft. Du zeigst mir den Himmel, die Sterne und den Mond. Und während ich mich in deinem spendenden Schatten zur Ruhe lege, flüsterst du mir zärtlich zu.

Ich möchte ewig dort liegen und dich bewundern für deine Stärke, deinen Willen und deine Weisheit. Und ich schenke dir mein schönstes Lächeln, weil ich weiß, dass es dich glücklich macht.

18
Aug
2009

Kreuzchen machen

Heute geh ich wählen. Den ganzen Vormittag habe ich mir die Parteiprogramme zur Kommunalwahl durchgelesen, mir die Nasen der einzelnen Kandidaten angesehen und mich durch unübersichtliche Websites mit pdf-, youtube- und Foren-Chaos geklickt.

Mir gefällt da so Einiges nicht und genau wie Nessy fällt mir auf, dass man sich eigentlich selbst engagieren müsste. Also spinnen wir doch mal drauf los.

Wenn ich in Neuss politisch erfolgreich sein möchte, komme ich an folgenden Punkten nicht vorbei:
  • Neusser Schützenfest: Ich muss es toll finden (Haken), selbst aktiv sein (leider unmöglich, bin ja kein Kerl und ein Instrument spiel ich auch nicht) und alle Traditionen aus dem effeff kennen (Grundsteine sind gelegt)
  • Pferdesport: Bis auf die Tatsache, dass es hier einige Reithöfe im Umkreis gibt, hier eine Rennbahn rumsteht und ab und an eine Pferdemesse stattfindet, verstehe ich dieses tiernahe politische Engagement nicht. (2Do: Herausfinden, warum dem so ist)
  • Familie: Mindestens ein Kind muss da sein. Daran lässt sich arbeiten. Die Frage ist, ob es auch Patchwork-Kinder tun, die ich mir über meinen Partner aneigne. Quasi als zukunftsweisendes Familienmodell. Wahrscheinlich nur, wenn ich für die Linken oder Grünen kandidiere. (Kind organisieren)
  • Bildung: Ich muss studiert haben. Jura, Rechtswissenschaften, ... BWL tut's auch, solange ich mich danach erfolgreich als Unternehmensberater selbstständig mache oder in der Neusser Marketing Gesellschaft den Geschäftsführerposten erfolgreich ausfülle. (Zwei Fliegen - eine Klatsche: Akademischen Titel bei Ebay ersteigern und Bewerbung ans Marketing schicken)
  • Darstellung: Als Frau brauche ich einen Doppelnamen. So komm ich an der Heirat also nicht rum (Heiratswilligen Mann akquirieren). Das mit dem fotogenen Lächeln und dem weltmännischen und stilsicherem Auftreten habe ich drauf (Vor dem Spiegel weiter trainieren). Falls mal ein großes Unglück passiert kann ich tolle anteilnehmende Reden schreiben und betroffen Kucken. (Floskeln aus tollen Reden zusammensammeln)
  • Klüngelei: Heute heißt das Netzwerken und für mein zartes Alter bin ich schon ganz groß drin. Ich vertrage alkoholtechnisch so Einiges, so dass ich mit den Entscheidern, Unternehmern und Amtsinhabern prima die Empfänge, Bälle und sonstige Events durchstehen kann (Von wegen: Ich kann auch ohne Alkohol...pfff). Das bringt Ansehen und Sympathie. Und wenn ich sie erst einmal so weit habe, dass sie mir wegen meines Charmes und der schlüssigen Argumente aus der Hand fressen, läuft der Rest von ganz allein. (Veranstaltungen herausfinden, einschmuggeln und Fürsprecher gewinnen)
Wie ihr seht, steht meiner kommunalpolitischen Karriere im Rhein-Kreis-Neuss nichts mehr im Wege. Denn egal, wer am 30. August gewählt wird, hat gegen mich zur nächsten Wahl keine Chance mehr!

16
Aug
2009

Kaffeequatsch

Seit zwei Tagen bin ich im Wie-mache-ich-einen-perfekten-Latte-Macciatto-Training mit meiner frisch erworbenen Espressomaschine inklusive Milchaufschäumer. Und wir reden hier nicht über Kapseln und Pads oder diese neuartigen Super-Maschinen sondern über echten Espresso, der mit hohem Druck in die Tasse plätschert. Herrlich :)

Bei so einem Latte lässt sich's auch gut mit Gedanken jonglieren. Zum Beispiel, dass Männer, sobald man ihnen die kalte Schulter zeigt, plötzlich intensives Interesse bekunden, was sich sogar noch steigern lässt, wenn man einen Exklusiv-Mann andeutet. Verquere Welt...

Bei den Umzügen zum Neusser Schützenfest beneide ich die alten Herrschaften, die sich in der ersten Reihe ihre Plätze sichern. Stundenlang sitzen sie auf ihren Rollatoren, quatschen mit Freunden oder der vorbeischlendernden Familie und haben alles im integrierten Körbchen mit dabei, was man für so einen Ausflug braucht.

Ich hätte auch gern einen Rollator. Er wäre pink, würde glitzern und statt dem Körbchen gäb's eine Minibar mit integriertem Ghettoblaster. Mit dicker Sonnenbrille würde ich zu "I like to move it, move it" über die Straßen schieben und mich von der Jugend von heute beneiden lassen.

Und jetzt noch eine Latte auf meinen ersten offiziellen Arbeitslostag. Man muss ja die freie Zeit genießen, so lang sie andauert, denn es deutet sich schon sehr deutlich das Ende an :)

10
Aug
2009

3
Aug
2009

Urlaubsfeeling

bedeutet heute Sonnenschein und vom Kiosk des Vertrauens eine süße Tüte für 1€.

(Schade, dass die Akkuladezeit länger dauert als die erlesenen Süßwaren überleben werden...)

Schublade auf...

Er ist Maskenbildner und gelernter Friseurmeister.
Seit einem Jahr wohnt er jetzt bei seinem Freund mit im Haus.
Seine Mutter vergötterte die französische Küche. Der Vater abgehauen.
Er mag Katzen, aber kein Bier. Er liebt Kinder, aber kein Fußball.

Dennoch: Er ist nicht schwul.

Ungefüllte Schublade zu.

1
Aug
2009

Gute Nacht

Nach drei Stunden Konzeptarbeit beoabachte ich durch das Fenster wie der Himmel sich erst bläulich, dann immer rötlicher verfärbt. Die Musik dazu ist das immer lauter werdende Gezwitscher der erwachten Vögel.

Und jetzt endlich habe ich das Gefühl, all meine mich wachhaltenden Gedanken in den Nährboden meiner Brainstorming-Präsentation verpflanzt zu haben.

Warum nur hat man zu den unmöglichsten Uhrzeiten immer die besten Ideen? Und warum nur können die nicht mit Schlafen gehen?

28
Jul
2009

Wär ich nur gern arbeitslos

Schade, dass ich nicht zu der Gruppe Arbeitsloser gehöre, die dem Hinternwachstum auf der Couch mit gelangweilter Gelassenheit zusehen kann. Schade, dass ich mich jetzt nicht auf 12 vollfinanzierte Monate durch "das Amt" freue. Und schade, dass ich kein Sozialschmarotzer bin.

Denn wär ich so, dann hätt ich wirklich ein entspanntes Leben. Das Fernsehprogramm zwischen 10 und 22h wäre voll auf meine persönlichen Bedürfnisse ausgelegt. Berieselungs-TV mit Garten-, Haustier- und Gerichts-Plemmplemm fern von allen Realitäten meiner eigenen vier Wände, die mich lahm und unmotiviert machen. Selbst der Gang in die Küche, um Schokoladennachschub in Form einer Tafel mit ganzen Haselnüssen vom Discounter zu holen, wirkt einen Tick zu beschwerlich und anstrengend.

Und während man da so in seiner bequemen Trainingshose, dem schlodderigen T-Shirt und den weißen Socken vor sich hin entspannt, bemerkt man gar nicht, dass draußen Sommer ist und eine gute Zeitschrift oder das noch während des Beschäftigungsverhältnisses angefangene Buch darauf warten, in der Sonne liegend verschlungen zu werden.

Und zwar als Belohnung für die Anstrengungen der Jobsuche.

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Bisher in meinem Leben 7.500€ ans Amt gezahlt. Mal sehen, was ich dann so bekomme... wenn ich's überhaupt brauche... Happy Freistellungszeit :-)

23
Jul
2009

Die ewigen Mühlen der Aussaugerei

Also mein Traum ist das ja nicht... Aber vielleicht deiner und dann ist es einfach ein Hinweis, dass ab heut die Dramen wieder losgehen...
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eHeldin

Eine Fee rockt über's Land

Hinterlassenschaften

das...
...mein ich aber auch! Jeder bräuchte eine Cathrin!...
burner no1 (Gast) - 14. Okt, 16:51
yiiiihaaaa
wowi, sag isch da nur...nice pics from a nice fairy...
burner no1 (Gast) - 12. Okt, 17:35
Juhu, sie ist wieder...
Juhu, sie ist wieder da! :)
Katharina (Gast) - 10. Okt, 17:26

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Zuletzt aktualisiert: 17. Nov, 21:02

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